Freiherr und Hüter des Thomaskreuzes
Brief info

Alexander von Aue (geb. 1306 in Bechtolsheim), Winzersohn und Schiffer, transportierte Weinladungen zum Deutschen Orden in Oppenheim.
Nach Pestverlust seiner ersten Frau brachte er 1351 eine Reliquie zur Marienburg; mit Harxburger Geleit wehrte er Raubritter ab und wurde 1352 Freiherr zur See und Ritter.
In der Harxburger Schwertschule lernte er Langschwert und diente als verlässlicher Geleitmann neben Harxburg und Schwarzfelden.

Vita

Aus einem Winzerhaus stammend und 1306 in Bechtolsheim geborene Alexander von Aue, zog es ihn früh von der Rebe auf den Rhein: statt den Weinberg zu bestellen. Er machte sich als Schiffer und Kaufmann einen Namen, der die Weinladung seines Vaters bis an die rheinischen Umschlagplätze und in die Sphäre des Deutschen Ordens brachte. Ein lokaler Anker dieser Verbindung war das Ordenshaus in Oppenheim, seit dem 13. Jahrhundert als frater domus theutonici bezeugt und für Wein, Frachten und Geleitgeschäfte bedeutsam.

Die Pestjahre um 1349 trafen ihn persönlich: seine erste Frau starb, er und zwei Töchter überlebten. Als Mann frohen Mutes ging er bald eine zweite Ehe ein; ein Sohn wurde ihm geboren. Im Jahre des Herren 1351 erhielt er vom Oppenheimer Ordenshaus einen heiklen Auftrag: eine Reliquie zum Hauptsitz des Ordens in die Marienburg zu bringen und Reichsritter Dietrich von Harxburg sicherte das Geleit, zusammen mit seinen Waffenbrüder der Weinbergritter.

Auf der Fahrt wurden die Schiffe von Raubrittern angegriffen. Von Aues Mannschaft war am Ruder kundig, im Kampf jedoch unerfahren. So standen Harxburger, Weinbergritter und von Au selbst im engeren Verband und schlugen den Angriff zurück. Die Reliquie und die Weinladung des Vaters erreichten unversehrt die Marienburg. Als Anerkennung erhob der Orden 1352 Alexander zum Freiherrn zur See und schlug ihn zum Ritter.

In der Schwertschule des Harxburg verfeinerte er sein Können im Langen Schwert. An der Seite derer von Schwarzfelden und derer von Harxburg erwarb er sich einen guten Ruf in Geleit‑ und Wachdiensten, nicht als prahlerischer Held, sondern als verlässlicher Mann mit Maß und Regel bis zum heutigen Tage.